Private Key vs Public Address

Um am Finanzsystem teilnehmen zu können, benötigt man ein Konto. Eine Bank teilt einem also eine Kontonummer / IBAN zu. Doch wie funktioniert das bei Kryptowährungen?

2.1 Dezentrales Account Management

Bei der Kontoeröffnung teilt einem eine Bank eine einzigartige Kontonummer mit. Wird also Geld an diese Kontonummer überwiesen, ist sichergestellt, dass diese nur zu einer Person gehört. Dies kann aber nur funktionieren, da eine zentralisierte Einheit die Kontonummern verwaltet und einen entsprechenden Konflikt verhindert.

Dies bringt aber auch Gefahren & Nachteile mit sich. Was passiert, wenn die Institution beschließt, dass du kein Zugriff mehr auf dein Konto / Geld hast? Der Zugriff kann theoretisch jederzeit verweigert werden, da man sich auf die zentrale Institution verlassen muss.

Bei einem dezentralisierten System kann dies nicht passieren. Es gibt keinen Menschen / Unternehmen / Institution die die Daten & Konten kontrolliert.

In der Welt der Kryptowährungen wird die Kryptographie verwendet um mit Hilfe eines Private Key („Passwort“) und einer Public Adress („öffentliche Adresse“) einen Konflikt zu verhindern.

2.2 Private Key & Public Address

Wie wir nun also wissen, gibt es bei einem dezentralen System keine Datenbank die abgleicht ob eine Adresse bereits vergeben wurde. Wenn ein neues Konto erstellt wird, erfolgt dies schlicht nach dem Zufallsprinzip.

Die Public Adress (also die öffentliche Adresse) wird dabei aus dem sogenannten private key generiert. Wird also ineiner Wallet ein neues „Konto eröffnet“ generiert diese zunächst einen private key. Im Falle von Bitcoin gibt es dafür 2 hoch 256 Möglichkeiten. Dies entspricht

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verschiedener Möglichkeiten für einen einzigartigen Private Key. Man kann diesen Key mit einem Passwort vergleichen, er wird benötigt um auf die zugewiesenen bitcoins die der dahinterliegende public adress zugreifen zu können.

Die Public Adress wird mathematisch vom privaten Schlüssel abgeleitet. Es lässt sich jedoch nicht der private key errechnen wenn nur die public adress bekannt ist. Dies ist unglaublich wichtig, um die Funktion von Kryptowährungen zu verstehen.

Daher ist es entscheidend, NIEMALS den private key weiterzugeben. Es ist vergleichbar mit dem Passwort für den eigenen E-Mail Account.

2.3 Sicherheit – Risiko

Die Frage die viele bewegt ist, wie sicher ist die Blockchain nun wirklich? Wie wir mittlerweile wissen, ist diese abhängig vom Private Key. Wird dieser sicher verwahrt und nicht weitergegeben, ist das Risiko relativ gering. Seit der Entstehung 2009 bis jetzt ist kein Fall bekannt, bei dem eine Wallet gehackt wurde, wenn der private key korrekt erstellt und gesichert wurde.

Man sollte Zufallsgeneratoren vermeiden, die sich darauf spezialisiert haben private keys zu generieren. Es besteht immer die Gefahr, dass diese den generierten Key abspeichern und damit Zugriff auf den Wert dahinter haben. Man sollte sich auf Programme verlassen die „Open Source“ sind. Es handelt sich hierbei um Programm die einen öffentlichen Programmcode verwenden.

Wichtig! Mit der Public Address kann kein Hacker / Betrüger etwas anfangen. Die Sicherheit der eigenen Wallet steht und fällt mit dem Private Key. Diese sollte vorsichtig gesichert werden!