Was ist Bitcoin?

Bitcoin (kurz: BTC) ist eine Kryptowährung oder auch digitale Währung, die elektronisch erschaffen (gemined) und verwahrt wird. Anders als „normale Währungen“ wie der Euro oder der Dollar werden Bitcoins nicht physisch gedruckt oder zentral verwaltet, sondern dezentral von vielen Menschen rund um den Globus mit Rechenpower errechnet. Bitcoin unterliegt, wie auch andere digitale Währungen, keiner zentralen oder staatlichen Kontrolle.

Das Bitcoin-Netzwerk wird von keiner zentralen Institution kontrolliert. Jeder Computer, der Bitcoins errechnet und transferiert, ist Teil dieses Netzwerks.

Das bedeutet, dass keine zentrale Institution Entscheidungen für das Bitcoin-Netzwerk treffen kann oder gar befugt ist, den Nutzern Bitcoins wegzunehmen. Sollte das System aus irgendeinem Grund zu großen Teilen oder komplett offline gehen, bleiben die Bitcoins dennoch erhalten. Das gesamte Protokoll des Bitcoin-Netzwerks kann und wird auf einer Festplatte gespeichert oder sogar auf Papier ausgedruckt werden.

Bitcoin Transaktionen werden keinen Namen oder E-Mail Adressen zugeordnet. Stattdessen erfolgt die Dokumentation durch IDs von Wallets. Von diesen Wallets kann aber jeder Nutzer auch mehrere besitzen!

Bei normalen Geschäftsbanken fällt bei Überweisungen oft eine Gebühr an. Befindet sich Empfänger und Sender nicht im gleichen Land ist diese höher. Muss auf dem Weg auch noch die Währung gewechselt werden, fällt die Gebühr oft noch höher aus. Bei Bitcoin spielt es keine Rolle ob die Entfernung zwischen Sender und Empfänger 1km oder 10000km beträgt.

Transaktionen innerhalb des Bitcoin Netzwerks werden innerhalb von wenigen Minuten durchgefüht. Dagegen haben herkömmliche Überweisungen eine Laufzeit von 2-3 Werktagen. Da die Transkationen Peer-to-Peer erfolgen, ist kein Mittelsmann mehr zwischen Empfänger und Sender.

Bei der Eröffnung eines Bankkontos müssen oft aufwendige Legitimationsverfahren durchlaufen werden. Eine Bitcoin Wallet lässt sich innerhalb von wenigen Minuten erstellen, ohne dass dabei weitere Daten angegeben werden müssen. Damit sind bereits alle Vorraussetzungen geschaffen um am digitalen Zahlungsverkehr teilnehmen zu können.

Die Grundidee der Blockchain Technik wurde erstmals in 2008 veröffentlicht. Seit 2009 ist das Protokoll im Einsatz.

Die Idee hinter der Einführung war es, eine dezentrale Währung zu erschaffen, die global eingesetzt werden kann. Dezentral bedeutet hier eine maximale Unabhängigkeit, da keine herausgebenden Institutionen auf den Währungswert Einfluss nehmen können.

Bitcoin ist dabei das Zahlungsmittel und die „Plattform“ die Blockchain. In einem weltweiten Netzwerk aus teilnehmenden Rechnern werden die Transaktionen von Bitcoins dokumentiert und dauerhaft gespeichert. Die Teilnehmer verfügen dabei über eine sogenannte Wallet. Diese ist zu vergleichen mit einem Bankkonto. Wenn Sie das nächstemal also jemand frägt „Was ist Bitcoin?“, können Sie Ihm kurz und knapp sagen, eine dezentrale digitale Währung!

Bitcoin basiert NUR auf Mathematik. Es gibt, wie Sie jetzt bereits wissen, keine Insitution, das hinter Bitcoin steht und für dessen Werthaltigkeit einsteht. Weltweit benutzen Menschen eine Software, die einer mathematischen Berechnung folgt, um Bitcoins zu generieren.

Die Software ist eine sogenannte Open-Source-Software, damit ist es jedem möglich nachzuvollziehen, was diese Software im Programmcode tut. Die Bitcoin zugrunde liegende Technologie ist unter dem Namen Blockchain bekannt und stößt derzeit – genauso wie Bitcoin – auf großes Interesse von Seiten vieler Unternehmen, Institutionen und Regierungen. Entscheidungen im Bitcoin-Netzwerk werden über einen im Programmcode festgelegten Konsens-Mechanismus vom Netzwerk getroffen und nicht durch eine einzelne Instanz. Dieser Mechanismus ist für viele weitere Einsatzmöglichkeiten außerhalb von Währungen geeignet.

Bitcoins sind auf eine maximale Anzahl von 21 Millionen Einheiten beschränkt. Diese Menge ist jedoch nicht mit der Einführung freigegeben worden. Es werden vielmehr nach und nach weitere Einheiten „freigeschaltet“ durch Mining. Dieses sogenannte Mining geschieht, indem Rechenleistung für das globale, anspruchsvolle Netzwerk der Bitcoin Clients zur Verfügung gestellt wird. Je mehr Rechenleistung erbracht wird, desto mehr Bitcoins werden zugunsten des Leistenden zugesprochen. Die vollständige Kapazität der Währung von 21 Mio. Einheiten wird nach Schätzungen des Focus erst im Jahr 2130 erreicht sein. Derzeit sind etwa 16 Mio. Einheiten im Umlauf.

Die kleinstmögliche Menge ist nicht der Bitcoin selbst. Bei einem derzeitigen Kurs von über 2.200,- € pro Bitcoin war es nötig, eine Untereinheit zu schaffen. Hierfür wird der Anteil an einem Bitcoin als Dezimale ausgedrückt (bspw. 0,0001 Bitcoin).